Nach dem 1. Weltkrieg schlossen sich im Herbst des Jahres 1921 der MGV Liederkranz, gegr. 1879, und der MGV Eintracht, gegr. 1887, unter dem neuen Namen „Männerchor Vohwinkel” (MCV) in Wuppertal zusammen. Das Gründungsjahr des ältesten der beiden Vereine, 1879, wurde übernommen.

Im Jahr 1924 nahm der Chor am großen deutschen Sängerfest – das erste nach dem Krieg – in Hannover teil. Eine weitere konsequente Aufbauarbeit unter der Leitung von Musikdirektor Heinz Mönig führte zu außergewöhnlichen Leistungen, die dem Chor beim Bundessingen 1953 die höchste Auszeichnung, die der Sängerbund zu vergeben hat, den Titel „Meisterchor im Sängerbund NRW” für die Zeit von 1953 – 1958 einbrachte. Der Grundstein hierfür wurde 1950 durch Uraufführungen bei der Kulturwoche in Mönchengladbach und durch ein eigenes Konzert beim Sängerbundfest in Mainz gelegt.

Beim Bundessingen 1960 in Düsseldorf gelang es den Sängern des Chores erneut den Meisterchortitel für die Jahre 1960 – 1965 zu erringen. Den Höhepunkt seines kulturellen Schaffens erreichte der Männerchor Vohwinkel schließlich beim Bundessingen 1965, wo er zum drittenmal den Titel „Meisterchor des Sängerbundes NRW” erringen konnte. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass dem Chor auch die Plakette für Kunst und Wissenschaft verliehen wurde.

Am 18. Mai 1980 verlieh der Bundespräsident, Herr Karl Carstens, dem Chor in der Halle Münsterland die Zelter-Plakette als Auszeichnung für die in langjährigem Wirken erworbenen Verdienste um die Pflege der Chormusik. Durch die Initiative von Karl van der Molen, der am 26. Januar 1982 zum Vorsitzenden des Chores gewählt wurde,  fand am 1. April 1984 unter seiner Organisation das erste große Gemeinschaftskonzert der  „Chöre im Westen” unter Beteiligung von sieben Chören in Wuppertal statt.

Daraus entwickelten sich, dank des großen Erfolges, die beliebte Konzertreihe „Chöre im Westen”. Alljährlich fanden bis zum Jahre 2013 Konzerte in der Historischen Wuppertaler Stadthalle am Johannisberg und zur Weihnachtszeit in den Wuppertaler Kirchen statt. Mit dem Beitritt zur Arbeitsgemeinschaft Vohwinkeler Vereine und der damit in volkstümlicher Form verbundenen Teilnahme am seit 1980 jährlich stattfindenden großen Vohwinkeler Flohmarkt und seit 1982 am Vohwinkeler Weihnachtsmarkt, nimmt der Chor regen Anteil an der Gestaltung von Stadtteilfesten, so auch am Sonnborner Trödel- und Klöngelsmarkt.

Durch die Auflösung des Wuppertaler Quartettvereins Sonnborn traten 16 Sänger dieses Chores im April 2002 in den Männerchor Vohwinkel ein. Auf der Mitgliederversammlung des MCV vom 23.4.2002 beschlossen die Sänger, die Namen der beiden Stadtteile Sonnborn und Vohwinkel in den Namen des Chores einfließen zu lassen und entschieden sich für den neuen heimatverbindenden Chornamen: „Männerchor Sonnborn / Vohwinkel” (MCSV).

Im September 2003 übernahm Herr Werner Holzhauer den Dirigentenstab. 2004 feierte der Chor sein 125-jähriges Bestehen. Er nahm im Jubiläumsjahr und im Jahr 2007 jeweils mit einem Konzert in der Stadthalle an der 5. und 6. Wuppertaler Chorwoche teil. Ab Januar 2007 bis August 2013 hörten die Sänger auf das musikalische Kommando von Simone Bönschen. Seit September 2013 ist Frank Bleckert der musikalische Leiter des Chores. Der MCSV, wie der Chor nun in Kurzfassung heißt, ist im Vereinsregister eingetragen und als gemeinnütziger Verein anerkannt. Er präsentiert sich heute seiner Heimatstadt als traditionsreicher Männerchor moderner Prägung in vielfältiger kultureller Weise und allen gesanglich interessierten Bürgern mit dem Angebot, sich hieran zu beteiligen.